Willkommen in den Rieselfeldern!

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu unserer Internetpräsenz gefunden haben. Auf diesen Seiten möchten wir – das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station – Ihnen Neuigkeiten und Informationen rund um das Europareservat Rieselfelder Münster und seine zahlreichen tierischen und verwurzelten Bewohner präsentieren. Aktuelle Veranstaltungs-Hinweise finden Sie auf dem Menüpunkt „Veranstaltungen“.

Wir hoffen, dass wir Sie für den Naturschutz und natürlich für die Rieselfelder begeistern können!

Stauteiche werden abgelassen

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So sieht es ab dem Wochenende wieder am Großen Stauteich aus. Hier Pflegearbeiten von November 2020.

Die Rieselfelder sind ein beliebtes Ausflugsziel und gerade ein Gang um den Großen Stauteich bietet normaler Weise auch Ausblicke auf eine reichhaltige Wasservogelwelt. Dies wird sich in den kommenden Tagen ein wenig ändern, denn das Wasser der beiden Stauteiche im Naturerlebnisgebiet der Rieselfelder wird seit heute (02.12.2021) abgelassen, damit zu Begeinn der nächsten Woche Pflegearbeiten an den Inseln und Reparaturen am Stauwehr durchgeführt werden können. Das Ablassen des Wassers findet jedes Jahr nach dem Durchzug der rastenden Zugvögel und vor den ersten harten winterlichen Frösten statt.

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Ein Hauch von Wattenmeer im Binnenland – für etwa eine Woche.

Die Wasservögel, die in den letzten Tagen noch recht zahlreich auf dem Großen Stauteich zu sehen waren, können jetzt noch leicht auf die anderen offenen Wasserflächen in den Rieselfeldern ausweichen und werden nach dem Arbeitseinsatz der Mitarbeiter der Biologischen Station Rieselfelder Münster auch wieder zum Stauteich zurückkehren. Bis Ende der nächsten Woche werden um den Großen Stauteich nicht so viele Vögel zu beobachten sein.

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An einigen Restpfütze sind immer noch einige Enten zu sehen. Nach den Pflegearbeiten werden es wieder mehr Vögel am Großen Stauteich sein.

Es ist gilt auch zu beachten, dass in den Beobachtungshütten und auf dem Aussichtsturm die coronabedingten Abstände einzuhalten sind und wenn mehrere Personen zugegen sein sollten, also Mindestabstände nicht eingehalten werden können, auch ein Mund- Nasenschutz zu tragen ist.

Bleiben sie achtsam und vor allem gesund.

Zuggeschehen und Coermühle

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Himmelszeichen – Kraniche am abendlichen Himmel über den Rieselfeldern. Zudem menschliche „Zugvögel“ in größerer Höhe. Deren Zugrichtung richtet sich nicht zwingend nach den Jahreszeiten.

Anfang November rasteten nach Angabe des BUND Diepholzer Moorniederung noch über 71.000 Kraniche in der Region nördlich des Teutoburger Waldes. Ein großes Zugereignis konnte bereits am 24. Oktober im Münsterland wahrgenommen werden, als bereits mehr als 23.000 Kraniche über das Münsterland in Richtung Südwesten zogen.

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Gelegentlich – meist auf dem Frühjahreszug – rasten kleine Gruppen von Kranichen in den Rieselfeldern. Dann aber nur für eine Nacht. Wenn es hell wird und sich eventuelle Nebel gelichtet haben geht es gleich weiter. Foto: Hauke Roy.

Auch in den vergangenen Tagen zogen trotz ungünstiger Windsituation Kraniche – vor allem aber über den Osten Westfalens, da die Winde das Zuggeschehen nach Osten drängten. Immer wenn Winde aus nördlichen Richtungen wehen oder wenn Winde nur sehr schwach sind, können auch in den nächsten Tagen Kraniche über dem Münsterland gesichtet werden.

Das Vogelzuggeschehen hat vermutlich auch einen Gast aus den Rieselfeldern, der sich seit der letzten Augustwoche bei den Rindern in den Rieselfeldern aufhielt, mit sich gerissen. Die letzte Sichtung des bei uns äußerst seltenen Kuhreihers erfolgte am vergangenen Freitag.

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Von der letzten August-Woche bis zur ersten November-Woche war ein Kuhreiher zu Gast in den Rieselfeldern. So ausdauernd war noch kein Kuhreiher hier auf Nahrungssuche. Kommt er nächstes Jahr wieder? Foto: Michaela Stenz.

Dafür sind derzeit über 500 Blässgänse aus dem arktischen Norden in den Rieselfeldern zu Gast. So gibt es in dem Europäischen Vogelschutzgebiet ein ständiges Kommen und Gehen.

 

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Die Blässgänse sind gut an der weißen Blässe über dem Schnabelansatz und auch an der gestreiften Brust zu erkennen. Markant ist auch ihr sehr heller Ruf. Foto: Michaela Stenz.

Darüber informiert auch der Vogelkundler Manfred Röhlen auf dem zweistündigen vogelkundlichen Spaziergang, der am Sonntag, 14. November, um 11 Uhr an der Biologischen Station Rieselfelder Münster startet. Eine Anmeldung zu dieser kostenpflichtigen Veranstaltung ist bis Freitag 16 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich, da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist.

Es ist zu betonen, dass die Straßenverkehrsordnung mehr zu beachten gilt, als die Informationen zahlreicher uninformierter „Navis“. Bitte berücksichtigen sie auch, dass es durchaus noch Autofahrer gibt, die eine berechtigte Ausnahmegenehmigung zum befahren der Straße haben. Es gilt vor allem, Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster informiert, dass die Anfahrt zur Biologischen Station nur über den Hessenweg möglich ist, da ein Teilstück der Coermühle für den KFZ-Verkehr gesperrt ist. Gleichwohl können dort noch einzelen PKW fahren, da es einige Personen mit einer schriftlichen Ausnahmegenehmigung gibt, die die Coermühle befahren dürfen, da es für sie ansonsten eine unverhältnismäßige Härte darstellen würde. Alle Verkehrsteilnehmer sollten sich hier mit gegenseitiger Rücksichtnahme begegnen.

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Im Herbst und Winter muss man nicht mehr so lange auf den Sonnenuntergang warten.

 

Viele Insekten, viele Vögel

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Graugänse lieben die Pflanzen im Verlandungsbereich und vor allem frisches Gras im Grünland. Die Rieselfelder weisen etwa 100 ha Grünland auf.

Die Hitliste der häufigsten Vögel in den Rieselfeldern wird derzeit mit über 900 Individuen angführt von der Graugans gefolgt von etwa 800 Schnatterenten und 700 Staren. Mit 290 ist auch die Anzahl der zu beobachtenden Kiebitze bemerkenswert. Sie entspricht in etwa dem Vorjahr zur gleichen Zeit. Im September sollten es jedoch noch mehr werden. Im Vorjahr waren es in der zweiten Septemberhälfte etwa 480 Kiebitze. Vor zehn Jahren (2011) rasteten im September noch mehr als 1300 Kiebitze in den Rieselfeldern. Die Zahlen repräsentieren Maxima der Tageszählungen.  Dies kennzeichnet den bereits bekannten dramatischen Rückgang des Kiebitzes in unserer Kulturlandschaft. Bei den Insekten sieht es ähnlich dramatisch aus, nur dass dies meist aus Unkenntnis über die Artenfülle der Insekten nicht so auffällt.

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Kiebitze lieben die Schlammbänke und schlammigen Uferbereiche. Gerne ruhen sie sich im flachen Wasser stehend aus. Auch die Grünlandbereiche werden gerne angeflogen, sofern das Gras noch nicht zu hochwüchsig ist. Foto: Michaela Stenz.

Wer etwas mehr über Insekten kennen lernen möchte,  ist in den Familien-Naturerlebnisprogrammen mit Dr. Giselheid Reding gut aufgehoben. Am Montag den 9. August stellt die Biologin von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Veranstaltung „Ritter in glänzender Rüstung“ Käfer vor. Am Dienstag zur gleichen Zeit richtet sie ihr Augenmerk in dem Programm „Die phantastischen Sinne der Tiere“ auf die Sinneswahrnehmung. Auch dabei werden unter anderem einige Insekten vorgestellt. Das auch im Wasser einige Insekten oder zumindest ihre Larven zu Hause sind, erfährt man am Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr in der Kescherveranstaltung „Wassergetier“. Mit etwas Glück geht vielleicht auch ein besonderer „Insektenfreund“ ins Netz – ein Wasserfrosch. Andere Insekten verzehrende Arten können auch am Mittwoch Abend von 21 Uhr bis 23 Uhr gesehen werden. Bei der Führung „Vom Tag zur Nacht“ werden je nach Witterung auch einige Fledermäuse bei der Insektenjagd zu beobachten sein. Und weil die Rieselfelder noch immer sehr insektenreich sind, sollte man bei einem Besuch den Insektenschutz nicht vergessen.

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Auch ein Ritter in glänzender Rüstung – der Blutrote Schnellkäfer. Er ist häufig auf Doldenblütlern wie zum Beispiel Wiesenkerbel, Wiesenbärenklau oder Wilde Möhre vor allem in Gebüsch- oder Waldnähe zu beobachten. Foto: Michaela Stenz.

Eine Anmeldung zu den kostenpflichtigen Angeboten ist bis zum Vortag um 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 /161760 erforderlich. Die Anmeldung für die Montags-Führung muss bis Freitag 12 Uhr erfolgen. Alle Programme starten am Rieselfeldhof, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“.

Beginn der Zugsaison und Veranstaltungen

die Hochzeit der Zugsaison sind sicherlich die Monate August und September, aber es gibt auch jetzt bereits Zugbewegungen, die durch das häufigere Auftreten einiger Watvogelarten in den Rieselfeldern zu beobachten sind. So können zum Beispiel regelmäßig etwa zehn Waldwasserläufer im Juli in den Rieselfeldern gezählt werden.

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Ende August gibt es die meisten Waldwasserläufer auf dem „Herbstzug“ in den Rieselfeldern zu sehen. 2020 waren es ca. 20 Waldwasserläufer. Auf dem Frühjahrszug waren es sogar über 30 Waldwasserläufer im April. Die Zahlen zu der Rastbestandserfassung werden in den Jahresberichten der Biologischen Station Rieselfelder Münster veröffentlicht. Foto: Hauke Roy.

Nicht alle werden auf dem Großen Stauteich zu sehen sein, doch ist der Große Stauteich sicherlich die erste Adresse für viele Watvogelarten. Bei milder Witterung ist es möglich, dass auch noch in den Wintermonaten einzelne Waldwasserläufer in den Rieselfeldern zu Gast sind. Auch steigt die Zahl der zu beobachtenden Kiebitze wieder an. Obwohl der Bruterfolg in den Rieselfeldern mit nur einer gesicherten und erfolgreichen Brut für den Kiebitz sehr gering ausfällt, fliegen über 200 Kiebitze vor allem am Großen Stauteich ihre Runden und sammeln Nahrung aus dem Schlamm und von den Uferbänken.

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Der Waldwasserläufer ist von der Schwanz- bis zur Schnabelspitze 21 – 24 cm lang und steht gerne zwischen anderen auf dem Großen Stauteich rastenden Vögeln. Im Hintergrund steht eine Lachmöwe im Flachwasser. Foto: Hauke Roy.

Einige Vogelarten kommen auch erst am Abend eingeflogen, weil für sie der Große Stauteich ein sicherer Schlafplatz ist oder weil das weitläufige Schilf Schutz vor Feinden gewährt. Mit Einbruch der Dämmerung ändert sich die Erlebnisstimmung in den Rieselfeldern auch für die zweibeinigen flügellosen Besucherinnen und Besucher. Es wird leiser und ungewöhnliche Laute sind ab und an zu hören. Besonders gut kann man diese Stimmung bei der Veranstaltung „Vom Tag zur Nacht“ am Donnerstag den 29. Juli von 21 Uhr bis 23 Uhr nachvollziehen. Die Biologin Dr. Giselheid Reding gibt hierzu Familien mit Kindern ab acht Jahren vielfache Informationen zu dem Leben in der Dämmerung. Mit nützlichen Tieren beschäftgt sich Frau Dr. Reding am Freitag, 30. Juli, von 10 Uhr bis 12 Uhr in dem Familienprogramm „Von Bienen und anderem nützlichen Getier“. Die Veranstaltung ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Bei beiden Veranstaltungen zahlen Erwachsene  sieben Euro und Kinder fünf Euro für die Teilnahme. Am Sonntag den 1. August ab 10 Uhr leitet der Naturführer Udo Wellerdieck eine erlebnisreiche fünf- bis sechsstündige Radwanderung für Jedermann mit dem Titel „Zwei Seiten der Ems“. Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro pro Person. Startpunkt für alle Veranstaltungen ist der Rieselfeldhof, Coermühle 100, hinter der Gaststätte Heidekrug. Für alle Angebote ist eine Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag der Veranstaltung unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich. Anmeldeschluß für die Sonntags-Radwanderung ist Freitag 12 Uhr.

Lebensraum Teich erkunden

Über 90 Wasserflächen werden in den Rieselfeldern aktiv mit dem Wasser aus dem Großen Stauteich bewässert. Diese Wasserflächen halten allerlei Leben bereit, das letztendlich auch einen Großteil der Speisekarte der hier brütenden und rastenden Vögel bildet.

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Der Eisvogel – der bunteste heimische Vogel – hat in den Rieselfeldern keine Probleme kleine Fische, wie zum Beispiel hier den Stichling, zu fangen. Das flache Wasser der Rieselfeldparzellen bietet genügend Lebensraum und Nahrung für Stichlinge. Foto: Ralf Worrmann.
An zwei Schaubiotopen kann diese Lebenswelt im Teich unter Anleitung erkundet werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele der Umweltbildungsveranstaltungen der Biologischen Station Rieselfelder Münster an und um diese Schaubiotope stattfinden. In der Ferienzeit gibt es fast jeden Tag eine Naturerlebnis-Veranstaltung.
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Junger Zwergtaucher mit Stichling. Foto: Thomas Sauter.

 

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Auch Frösche fangen ist in den Rieselfeldern keine Kunst aber was dann… Der Graureiher hat sich einen Seefrosch geschnappt. Bis es ihn runtergewürgt hat ist es bei dieser Größe durchaus noch ein wenig Arbeit. Foto: Michaela Stenz.

Am Donnerstag den 15. Juli begleitet von 10 Uhr bis 13 Uhr die Biologin und Naturpädagogin Bea Niederau das Programm „Frosch und Co. und Wasserexperimente“. Die Veranstaltung „Wassergetier“ schließt sich am Freitag den 16. Juli von 15 Uhr bis 17 Uhr unter der Leitung der Biologin Giselheid Reding an. Beide kostenpflichtige Angebote finden am Schaubiotop des Rieselfeldhofes, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“ statt.

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Wat- und Wiesenvögel lieben eher kleinere Tiere als Beute. Hier hat sich eine Uferschnepfe eine Zuckmückenlarve geschnappt. Foto. Michaela Stenz.

Eine Anmeldung ist bis zum Vortag der Veranstaltung um 12 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich.

An dieser Stelle auch mal ein herzliches „Dankeschön!“ an die Naturfotografinnen und Naturfotografen, die uns immer wieder tolle Motive zur Verfügung stellen. Wir veröffentlichen nur Fotos von Fotografinnen und Fotografen, die sich korrekt verhalten und den Abstand zu den Tieren nur mit großen Brennweiten oder manchmal einem Makroobjektiv überbrücken und auf den Wegen bzw. in den Hütten bleiben.

Erste Erfahrungen mit der Straßensperrung

und ein Hinweis auf eine fledermauskundliche Führung
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aber ungehinderter Flugverkehr: Über dem hochstehenden Gras der Rieselfeld-Wiesen fliegen die Lachmöwen Parcour um Insekten zu jagen, ähnlich den Schwalben, die in diesem Jahr leider nur in geringer Zahl zu sehen sind.

Die Straße „Coermühle“ ist nun schon seit einigen Wochen gesperrt und es gibt erste Erfahrungen bezüglich der Sperrung des 800 m langen Teilstückes der Rieselfeld-Starße. Besucherinen und Besucher, ob regelmäßig oder erstmalig in den Rieselfeldern unterwegs, reagieren positiv auf die Sperrung und freuen sich auch über die gefahrenfreie Nutzung der Straße. Sogar Veranstaltungsteilnehmerinnen und Veranstaltungsteilnehmer einer Kescheraktion am Rieselfeldhof, die aus Greven kommend einen Umweg in Kauf nehmen mußten, zeigten sich verständnisvoll  und befürworteten sogar die Sperrung der Straße im europäischen Vogeschutzgebiet. Sicherlich wird es auch andere Meinungen geben, wie manch lebhafte Diskussion bereits zeigte, aber die Mehrzahl der Rückmeldungen, die die Biologische Station Rieselfelder Münster bisher erhalten hat, äußerten sich positiv zur Sperrung.

Die direkten Anlieger der Coermühle haben durch die Sperrung größere Einschränkungen erfahren. Dafür gibt es nun auch Ausnahmegenehmigungen zur Befahrung des Teilstückes, die nachvollziehbar und selbstverständlich sind. Deswegen auch unser Hinweis an alle Besucherinnen und Besucher, dass es trotz der Sperrung neben dem landwirtschaftlichen Verkehr noch berechtigte Personen zur Befahrung der Coermühle gibt. Es müssen Kinder zur Kita nach Gelmer gebracht und abgeholt werden, es sind auch Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr in Gelmer, die auf direktem Weg zur Wache gelangen müssen und andere Einzelfälle, die ansonsten unverhältnismäßige Härten in Kauf nehmen müßten. Deswegen auch unser dringender Appell diesen berechtigten Nutzerinnen und Nutzern der Straße nicht feindselig sondern verständnisvoll zu begegnen.

„Schwarze Schafe“, die diese Situation auch für sich ausnutzen wird es sicherlich auch immer geben. Damit diese weniger werden, führt die Polizei in unregelmäßigen Abständen immer wieder Kontrollen durch.  Die Sperrung hat die Verkehrssituation an der Coermühle jetzt schon deutlich beruhigt. Es sind nur noch wenige Kraftfahrzeuge auf der Coermühle unterwegs.

Die beste Alternative ist, die Rieselfelder mit dem Fahrrad zu erkunden oder zu durchfahren , da die Sperrung nur für Kraftfahrzeuge gilt. Ebenso keine Probleme haben die geflügelten Bewoher der Rieselfelder. Neben den Vögeln sind dies auch die Fledermäuse, die ebenso den Insektenreichtum der Rieselfelder zu schätzen wissen. Mehr über diese nächtlichen Jäger der Lüfte erfährt man im Rahmen der kostenpflichtigen  Veranstaltung für Familien mit Kindern ab acht Jahren „Auf Schwingen ohne Federn“ unter der Leitung der Biologin Dr. Giselheid Reding am Sonntag den 20. Juni von 21:30 Uhr bis 23:30 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Freitag 18. Juni 16 Uhr unter der Rufnummer 0251 / 161760 erforderlich. Treffpunkt ist am Seminargebäude des Rieselfeldhofes, Coermühle 100, hinter der Gaststätte „Heidekrug“. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anfahrt aufgrund der Sperrung von Süden nur über die Kanalstraße oder die Grevener Straße und die Straße „Zum Rieselfeld“ erfolgen kann.

Es ist soweit: die Straße „Coermühle“ ist auf einem Teilstück gesperrt

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Links:  Vorankündigung der Sperrung mit dem Hinweis zur ungehinderten Zufahrt zur Biologischen Station. Dieses Schild ist trotz der falschen Rechtschreibung gültig. Rechts: Sperrung ab der Biologischen Station Rieselfelder Münster.

Seit Montag, 26.04.2021,  Vormittag ist das Teilstück der Straße „Coermühle“ zwischen der Einfahrt zur  Biologischen Station Rieselfelder Münster und der Straße „Wöstebach“ für den motorisierten Kraftverkehr voll gesperrt. Nur land- und forstwirtschaftlicher Verkehr ist hier erlaubt. Für einzelne Anlieger der Coermühle in unmittelbarer Nachbarschaft der Sperrung wird es in begründeten Fällen Ausnahmegenehmigungen geben.

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Immernoch Verkehr trotz eindeutiger Sperrung. Mit der Zeit wird man sich an die Sperrung gewöhnen müssen, da Kontrollen teuer werden können.

Am ersten Tag der Sperrung werden viele noch nicht auf die aufgestellten Zeichen geachtet haben, denn der Verkehr war zwar deutlich reduziert, aber immer noch beachtlich. Es besteht aber die Hoffnung, dass eine Gewöhnung an diesen Zustand eintritt und zusätzliche Kontrollen helfen, die Coermühle zu beruhigen.

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Erster Tag nach der Sperrung, erste Kontrollen. Dabei wurden auf dem Hessenweg und der Coermühle auch gleich ein paar Temposünder erwischt.

Auch einige treue motorisierte Rieselfeldbesucher*innen müssen sich jetzt umgewöhnen, da sie nunmehr nur noch zu den Parkplätzen am Heidekrug und zur Station fahren können und das aus unterschiedlichen Anfahrtsrichtungen.

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Anfahrtsskizze für die Biologische Station Rieselfelder Münster und den Rieselfeldhof mit der Gaststätte „Heidekrug“ und der Dauerausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder.

Der Rieselfeldhof mit der Gasstätte „Heidekrug“ und der Dauerausstellung zur Landschaftsgeschichte sowie dem Seminarzentrum ist über die Kanalstraße und Grevenerstrasse zu erreichen. Für die Biologische Station Rieselfelder Münster wählt man am besten Anfahrtsrouten über die Grevener Strasse oder den Schifffahrter Damm (siehe obige Skizze). Eine direkte Verbindung zwischen der Biologischen Station und dem Rieselfeldhof gibt es für den motorisierten Kraftverkehr nicht mehr.

Für Radfahrer*innen gibt es keinerlei Einschränkungen, für sie ist die Coermühle weiterhin und nun auch risikofreier durchgängig befahrbar.

 

Pressemitteilung der Stadt Münster zur Straßensperrung Coermühle:

Coermühle: Durchfahrt ab Montag gesperrt

Münster (SMS) Wie vom Rat der Stadt beschlossen, wird am kommenden Montag, 26. April, die Straße Coermühle zwischen der Einmündung Wöstebach und der Zufahrt zur Biologischen Station für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die entsprechenden Hinweisschilder werden im Laufe des Montags aufgebaut. Für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr bleibt die Durchfahrt frei. Anfang Mai ist zudem eine digitale Bürgerinformation zur neuen Verkehrsregelung „Rieselfelder“ vorgesehen. Nähere Informationen finden Interessierte in Kürze auf der Homepage des Ordnungsamtes der Stadt Münster unter dem Stichwort „Rieselfelder“: www.stadt-muenster.de/ordnungsamt  (02 51  – 4 92-32 83).

Coermühle wird in Kürze zum Teil gesperrt

Nach dem Ratsbeschluss vom 18. März wird ein Abschnitt der Coermühle (siehe Karte) in Kürze für den Kraftverkehr gesperrt. Fahrradfahrer und Fußgänger haben dadurch keine Einschränkungen zu befürchten – im Gegenteil. Von hier aus können in Zukunft gefahrloser die angrenzenden Flächen eingesehen werden.

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Aktualisierte Gebietskarte des Naturerlebnisgebietes mit dem gesperrten Abschnitt der Coermühle.

Es wird, so angekündigt, jedoch Ausnahmen geben. Berechtigte Anwohner sowie landwirtschaftlicher Verkehr und Verkehr für die Gebietsbetreuung bleiben von diesem Verbot ausgenommen.

Die Zufahrt zur Biologischen Station Rieselfelder Münster ist dann nur noch aus Richtung Norden (Gimbte, Gittrup, Hessenwegbrücke) möglich. Besucher des Rieselfeldhofes und der Gaststätte „Heidekrug“ können dann nur noch von Süden aus anfahren. Die Anfahrt zu einem kleinen Parkplatz an der Straße „Wöstebach“ (bei Punkt 21) ist weiterhin noch möglich. Weiter in die Straße „Wöstebach“ darf man jedoch nicht hineinfahern, da hier bereits eine Sperrung mit der Einschränkung „Anlieger frei“ besteht.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster bedankt sich für den engagierten Einsatz der „Bürgerinitiative zum Schutz der Rieselfelder – Ruhe im Schilf“, die diese Wende in der Münsteraner Verkehrspolitik angetrieben hat. Der Dank gilt auch den Ratsmitgliedern von Bündnis 90 Die Grünen, SPD und VOLT, die für eine Sperrung gestimmt haben.

In Erwartung der ersten Uferschnepfe

Gerade im Zuge der vergangenen warmen Tage mit südlichen Winden sind schon einige Zugvögel wieder zu ihren Brutgebieten in Nordwestdeutschland aufgebrochen. Für einige besenderte Uferschnepfen gibt es die Möglichkeit zu sehen, wo sie sich gerade aufhalten, sofern sie nicht gerade in einem „Funkloch“ sitzen.

Im Anflug - die erste Uferschnepfe in 2021. Foto: Thomas Sauter.
Im Anflug – die erste Uferschnepfe. Das Bild stammt allerdings aus dem Jahr 2020. Foto: Thomas Sauter.

So rasteten einige Uferschnepfen auf ihrem Weg von Westafrika vor den warmen Tagen bei uns bereits in Portugal. Die Südwinde der vergangenen Woche haben bereits einige Uferschnepfen genutzt und es gibt erste Signale von Uferschnepfen in den Niederlanden.

Einsehen kann man diese Wanderbewegungen auf den Zugrouten der Uferschnepfen unter dem Link

https://www.globalflywaynetwork.org/flyway/east-atlantic-flyway-inland-waders/map   .

Bisher wurde aber keine Uferschnepfe in den Rieselfeldern gesichtet.

Der Link wird von einer Forschergruppe der Universität Groningen und verschiedenen angegliederten Projektträgern unterhalten und zeigt die Ost-Atlantik Zugroute der Binnenland-Watvögel mit der Uferschnepfe als Beispiel-Vogelart.

Eine besenderte Uferschnepfe, die bereits in den vergangenen Jahren auch in den Rieselfeldern rastete ist „Madame Kipp“. Wir erwarten sie täglich. Im vergangenen Jahr war die Erstankunft der Uferschnepfen in den Rieselfeldern der 28.02.2020.

Auch wenn die Uferschnepfen nicht bei uns brüten, so wissen sie, dass sie hier in möglichst kurzer Zeit viel Nahrung aufnehmen können, um sich von den Strapazen der langen Flugstrecke zu erholen.

Von hier aus geht es dann in nahe und weiter nördlich gelegene Brutgebiete wie zum Beispiel Feuchtwiesenschutzgebiet Greven/Saerbeck, Düsterdieker Niederung und Ochsenmoor (Diepholzer Moorniederung).